Die Chakren, eine allgemeine Einführung                    17.02.2016

Unsere Welt, so wie wir sie wahrnehmen, baut sich aus der feinstofflichen Welt, dem Licht, Photonen und dem Zusammenwirken von elektromagnetischen Feldern auf. So wie der doppelte Regenbogen im Bild verbinden wir uns mit vielen verschiedenen Ebenen und deren Energien.

Je dichter sich das Licht bündelt, umso stabiler verdichtet sich die Materie und braucht dementsprechend lange, um sich wieder zu verändern. So ist ein Stein wesentlich dichter und benötigt intensivere Impulse für ein Umformen, wie z.B. eine Pflanze.

Wenn wir uns das nun ganz praktisch auf unsere Körper beziehen, dann sind die Knochen, Zähne, Haare und Gelenke am stabilsten. Sie bilden sozusagen unser Gerüst, unsere Form und Größe und die Struktur mit der wir uns im Raum befinden.

Nun zu den Chakren, das Wort Chakra bezieht sich im allgemeinen auf ein Rad, welches sich drehend, öffnend und abgebend bewegt. Das bedeutet, wir sind in einer beständigen Bewegung und Schwingung, nehmen immer wieder neue Aspekte und Stimmungen auf und geben - im besten Fall- alles was nicht "brauchbar" ist wieder ab.

Unsere Körper sind mit 7 großen, innerkörperlichen Chakren in einem System aufgebaut, welches sich immer zwischen den Ebenen (feinstofflich/ materiell) austauscht. Dadurch haben wir die wunderbare Möglichkeit uns in gewisser Weise immer wieder Neu zu formen.

3 Chakren (Beine, Unterbauch und Oberbauch) gehören zur Erde und dienen dem Verwurzeln im Körper und im Alltag. Ebenso stehen diese Bereiche für die Ausbildung unserer Persönlichkeit. Man sagt, wenn wir diese Körper wieder verlassen, lassen wir diesen Bereich zurück- wir lösen uns von unseren Wurzeln.

3 Chakren (Scheitel, Stirn, Kehle) gehören zum Himmel und öffnen uns für die geistige und spirituelle Welt. Dort sind wir verbunden mit der Kraft der Visionen, Gedanken, unserer Weisheit und dem kreativen Ausdruck unserer Sprache. Sozusagen unsere himmlischen Wurzeln.

Manche sagen, diesen Bereich nehmen wir beim Ablegen unserer Körper mit.

Die wichtigeste Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde findet sich im Herzen. Dem 4. Chakra- Anahata gennannt.Das Herz ist frei von Gut und Böse, dort herrscht die absolute Wertfreiheit und bedingungslose Liebe.

 

Vielleicht ist es unser Sinn im Leben, Himmel und Erde, Gedanken und Körper, Wünsche und Hausarbeit in einer liebevollen und werfreien Haltung zu verbinden?

 

Mehr dazu beim nächsten Mal!

Alles liebe & Namasté

Stefanie Radi

 

Muladhara Chakra- unsere Erde                                     24.02.2016

Wie im ersten Teil schon erwähnt, ist es unsere Erde, die uns trägt, stützt und aus deren Kraft wir in die Herausforderungen dieser Welt wachsen können. Wie die kleine Pflanze, als Samen in der Erde gewärmt, geschützt und genährt wurde, so bildet sich auch unsere Erde in den ersten 7 Lebensjahren aus. Diese Zeit ist essentiell für die Entwicklung von Vertrauen- Urvertrauen, Geborgenheit und Sicherheit auf der materiellen wie auf der emotionalen Ebene. 

Körperlich verbinden wir den Bereich der Beine samt Fuß- Knie und auch der Hüftgelenke mit unseren Wurzeln. Auch die blutbildenden, nährenden und immunaufbauenden Aspekte des Körpers zählen dazu.

Ebenso ist es spannend sich zu hinterfragen z.B.: wie und in welchen Bereichen meines Lebens bin ich wirklich gut verankert? Spüre mal, ist es der Beruf, oder mehr die Familie, die dir Halt schenkt?

Wie vertraue ich in meine eigenen Fähigkeiten? Oder wie mißtrauisch reagiere ich auf Impulse von außen und lasse mich so verunsichern? Wo sind meine Wurzeln in diesem Leben?

Nachdem bei den wenigsten Menschen unter uns in den ersten 7 Lebensjahren nur die Sonne vom Himmel schien, haben wir die unterschiedlichsten Prägungen erfahren und leben aus einem alten Gedächtnis heraus. Dieses Gedächtnis kann auch weit mehr Informationen beeinhalten wie die ersten Lebensjahre. Denn die Erde ist mit allem verbunden (siehe Bild). So gibt es ein kollektives Gedächtnis, welches mit den Glaubenssätzen und Wertvorstellungen des Landes und auch der Familien verknüpft ist, in die wir uns hinein geboren haben.

Im weiteren Sinn bedeutet auch unser eigene Körper eine Erde für unseren Geist, unsere Gedanken und unseren Willen.

Wenn wir die Ausbeutung der Erde anschauen (Öl, Gas...), dann forsche mal in dich selbst hinein und beobachte, wie du mit deinem eigenen Körper umgehst?  Ausbeutend, fordernd oder pflegend und achtsam?

Spannende Schätze dürfen geborgen werden :-)

 

In diesem Sinne, eine glückliche Zeit und bis demnächst!

Namasté

Stefanie Radi

 

 

Muladhara Chakra 2                                                           02.03.16           

wir leben in einer Zeit, in der uns ein unglaubliches Heilungspotential zur Verfügung steht. Das einzige, was wir dafür tun dürfen, ist uns zu öffnen. Gerade beim Muladhara Chakra beginnt die wichtigste Öffnung, die essentiell ist, um unsere Persönlichkeit auf  einem "stabilen Fundament" aufzubauen. Wenn wir Häuser bauen, beginnen wir im Regelfall damit, den Boden auszubaggern um vielleicht einen Keller oder einfach nur eine Bodenplatte zu verankern.

Mit unserem inneren Fundament verhält es sich genauso. Wie ihr im vorigen Text schon erfahren habt, ist der Boden kein abgegrenzter Raum- er ist weit und voller Nährstoffe und Informationen. 

Um uns unseres Bodens bewusst zu werden, haben wir allerlei Möglichkeiten zur Verfügung. Das geht von der Meditation, über Yoga, Qigong bis hin zu medialer Arbeit oder auch verschiedene Therapieformen können uns beim erforschen unserer Tiefen hilfreich sein. Wir werden immer intensiver aufgefordert, uns von alten, verklebten óder einfach ausgedienten Böden, Informationen oder einfach nur Verhaltensweisen zu lösen.  Wir sind in dieser Erde, um unsere eigenen, freien und flexiblen Wurzeln wachsen zu lassen. So können wir uns in der Welt positionieren und nach und nach in unsere eigenen Fähigkeiten hineinwachsen. Bauen wir unser Fundament auf fremde Böden oder sandigem Grund, wird jedes noch so imposante Bauwerk eines Tages in sich zusammenfallen. Das können wir gerade jetzt beobachten, indem immer mehr Menschen immer schneller in psychische Krisen hineingehen.

Diese Krisen sind immer als Chancen zu verstehen, denn die Seele kann sich nur des Körpers bedienen, um aufzuzeigen das etwas zu verändern gilt. 

Um Veränderung zuzulassen, gilt es ein Vertrauen, vielleicht auch ein Vertrauen in eine höhere Kraft (im Yoga nennt man das Ishvara Pranidhana) wieder zu finden.

 

Ishvara  Pranidhana möchte ich euch hier einmal nahebringen:

 

Ish bedeutet herrschen

shva steht für den Atem

ra symbolisiert das Feuer der Verwandlung, der Veränderung und der beständigen Transformation wie  wir das auch im Wechsel der Jahreszeiten  beobachten können

Pranidhana meint, sich unter diese Kraft begeben, unter ihren Schutz, in ihre Hände. Sich dem Höchsten anvertrauen, dem Fluss des Lebens selbst, und sich diesem in liebender Zuwendung ganz hingeben. (Auszüge von Ursula Karven)

 

....wundervoll, berührend, lebendig........

.... so möchte ich heute schließen!

 

Ich wünsche euch alles liebe & Namasté

Stefanie

Svadhisthana Chakra, vom SEIN zur Begegnung mit dem "Du"

                Zu sein

 

                     ist Wunder genug,

 

                   zu spüren, daß ich bin,

 

                                 hier,

 

                         in dieser Zeit

 

                     und diesem Raum

 

                so einmalig und besonders.

 

           Eines Tages auf der Erde erschienen

 

              und später gesagt: ich bin ich

 

                    Das ist Wunder genug.

 

 

 

       In den unendlichen, leeren Räumen

             

                       des Universums,

 

         im Wunder des Ablaufs alles Dinge

 

                 ist es das größere Wunder,

 

                            daß ich bin,

 

                 das ich die Leere ausfülle

 

               mit dem Wunder des Lebens

 

                 daß ich mich selbst erlebe,

 

                   daß ich um mich weiß

 

            und dann nach außen vorstoße

 

                        und dir begegne.

 

 

 

          Ich will nicht nach Wundern suchen,

 

               sondern mir bewusst machen,

 

                daß ich Wunder genug bin.

 

                     Ich will mich feiern,

 

                     wie Gott mich feiert.

 

 

 

                                          Unbekannter Verfasser

 

Svadhisthana 2                                                                 16.03.2016

Körperlich gesehen ist das Svadhisthana Chakra mit dem Unterbauch verbunden. Dazu zählen die Geschlechtsorgane, Blase, Niere, und auch die Lendenwirbelsäule. Es ist dem Element Wasser gewidmet und möchte wie eine frische Quelle fließen. Gleichzeitig hat es eine Verbindung zu unserer geistigen Vorstellungskraft über das 3. Auge. Davon später mehr.

Energetisch gesehen leben in diesem Aspekt unseres Körpers das Unbewusste, die Leidenschaften und Begierden ebenso wie unsere Kreativität und Kraft der Schöpfung. Ob wir dabei geistige "Kinder" in Form von Projekten oder Visionen in die Welt bringen oder ganz praktisch das Leben über unsere Kinder bereichern ist außer Frage.

Im allgemeinen bilden wir dieses Chakra in den ersten 7-14 Lebensjahren aus. Wir beginnen unsere Geschlechtlichkeit in der Pupertät zu erkennen und erste Versuche (bei den Mädels wird gerne geschminkt und frisiert) um sich selbst in verschiedenen Rollen neu zu erfahren. 

Dadurch bekommen wir ganz klar vom außen ein Feedback: "du bist total "overstyled"...."so bist du aber zum Verlieben süß".... , "mit Jogginghose geht es nicht in die Schule".... oder ähnliches. Die Bandbreite kann jeder für sich ausmalen oder einfach mal zurückdenken, was man selbst als Teenie ausprobiert hat. Wir beginnen uns selbst zu finden und scannen dabei ganz bewusst die Reaktionen der anderen.

Wunderbar wäre es, wenn wir dies alles mit einer spielerischen Leichtigkeit und Freude erleben könnten. Denn diese Verspieltheit nährt die Lebensfreude, welche aus dem 2. Chakra wie oben schon erwähnt, wie ein frischer Quell unser Dahsein bereichert.

Wenn wir Spiel und Bewertung gegenüberstellen, dann können wir beobachten, wie aus einer ungezwungenen Heiterkeit eine oftmals unsichere und kantige Bewegung entsteht. Das eine beobachtet das andere und diese Wechselwirkung lässt dann auch unsere Kinder manchmal ungelenk oder unsicher erscheinen. Somit verankern sich in dieser Zeit auch die Art und Weise wie die Frauen- Männerrolle definiert und ob ein Hierarchie- oder Freiheitsdenken in den Familien gelebt wird. Dies speichert sich in unseren Gedanken und wir übernehmen Werte, die uns vorgelebt wurden, auch wenn wir erstmals darüber rebellieren. Diese Rebellion entsteht, weil wir erkennen, das das was wir sehen nicht unserer wahren Natur entspricht, bzw. durch die Dualität, die sich in diesem Chakra erfahren will, in eine Opositionsbewegung gegangen wird.

Mehr über die Verbindung zwischen der Erfahrung durch das Außen und die Ausbildung unserer Glaubenssätze in der nächsten Woche!

 

Viel Heiterkeit und Spiel für euch

Namasté

Stefanie

 

Svadisthana 3                                                               26.03.2016

Wie letzte Woche schon beschrieben gibt es eine Wechselbeziehung zwischen Innen und Außen. Diese wird im Svadisthana Chakra verankert und lebt sich über die Art & Weise wie wir unsere Talente verwirklichen ebenso wie die Gedanken und Glaubenssätze die sich in uns abdrücken. Schwarz und Weiß prägen einander um "erkannt" zu werden. Gleichzeitig lebt in der Polarität immer auch das Gegenstück- hier ist im schwarzen Hund etwas weiß und im weißen Hund etwas schwarz. Dadurch entsteht die Bewegung! 

In den Jahren zwischen 7 und 14 beginnen wir Menschen (Stars) zu idealisieren, Poster aufzuhängen und uns mit deren Verhalten zu identifizieren.

.....Beitrag wird später fortgesetzt.... das Leben ruft :-)

 

 

2016 Schöpferkraft statt Ohnmacht                               13.01.2016

Dieses Jahr ist der ideale Zeitpunkt um all die Dinge anzupacken, die wir uns bisher nicht getraut haben. Es ist Zeit die Dinge anzugehen, unnötige Bedenken beiseite zu legen und den gewünschten Wandel, selbst herbeizuführen. Wollten sie schon immer eine Selbstständigkeit starten? Dann ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Selbst die verrücktesten Ideen können jetzt Erfolg haben. Risikofreude wird endlich wieder belohnt und alles ist möglich.

Langeweile gehört in diesem Jahr der Vergangenheit an, denn das Jahr des Feuer-Affen wird uns auf Trab halten. Wie das chinesische Sternzeichen des Affen sowie seines besten Freundes, des Drachen, gehört Führungsstärke wieder zu den gewollten Eigenschaften, unbändige Energie und gleichzeitig sich von niemanden reinreden lassen zu wollen. Stark und fernab jeglicher Ängste den eigenen Lebensweg zu verfolgen.

Gleichzeitig findet ein Elemente-Wechsel statt, das Element Holz, welches uns beständiges Wachstum und Wissenserwerb versprach, wird abgelöst durch das Element Feuer. Dieses befeuert unsere Leidenschaft, Kreativität aber auch Lebensfreude. Unter dem Element des Feuers Geborene sprühen vor Kraft und Dynamik. Die kleineren Steine, die uns das Leben manchmal in den Weg legt, überspringen sie mit einer beneidenswerten Leichtigkeit, ja vielleicht bauen sie sich aus diesen Steinen auch noch ihr gewünschtes Traumhaus.

Damit fällt es uns wieder leichter, die eine oder andere Schwierigkeit mit einer gewissen Leichtigkeit zu nehmen. Dinge die nicht funktionieren lassen wir leichter los um uns voll und ganz auf erfolgsversprechende Alternativen zu konzentrieren.

Insbesondere Schwierigkeiten aus der Vergangenheit und das eine oder andere Gefühl der Schwermut lassen wir nun viel leichter hinter uns und konzentrieren uns voll und ganz auf das was uns im Hier und Jetzt, aber auch in der Zukunft glücklich machen könnte.

 

Yoga & Resilienz- kleine Einführung

 

Heute möchte ich euch gerne zuerst einen kleinen Ein- Blick in das Thema geben:

 

 

 

Unter Resilienz fasst man ein Konzept der inneren Widerstandskraft, der Flexibilität und Belastungsfähigkeit zusammen. Der Sinn dabei ist, herauszufinden wie wir ein ausbalanciertes, bewusstes, erfülltes & glückliches Leben führen können. Wie wir die Krisen und Herausforderungen des Lebens willkommen heißen können. Bekommen eine Idee davon,

 

wie uns auch die Schwierigkeiten auffordern, wieder in Kontakt mit unserer Seele zu kommen. Wir leben mittlerweile in einer weltoffenen und verbundenen Welt. Durch Internet und Medien zeigen sich nach und nach alle Schichten unseres Planeten und wir können große Strecken in „Leichtigkeit“ überwinden. Die Welt wächst nach und nach zusammen.

 

 

 

Oft leben wir allerdings noch nach den Werten und Vorstellungen unserer Vorfahren, die sicherlich zu ihrer Zeit absolut berechtigt, teilweise sogar lebensnotwendig waren!

 

In der jetzigen Zeit sind es gerade oft diese Vorstellungen oder Glaubenssätze, über die wir uns in die Erschöpfung, ins Burn out bringen oder einfach nur dazu führen, dass wir uns von uns Selbst entfernen.

 

 

 

Resilienz können wir uns mit der Idee der Lebenskunst veranschaulichen. Denn sie führt uns geradewegs dazu, unser Leben auf eine würdevolle, kreative und erfüllte Weise zu leben. Wir lernen, wie wertvoll dieses Leben ist und wie wir dies selbst immer wieder erschaffen. ;-) Wie wir aus schwierigen Zeiten kraftvoller hervorgehen und uns wie Stehaufmännchen wieder aufrichten können. Ebenso erfahren wir, wie unser Körper auf verschiedene Emotionen und Gedanken reagiert und lernen mit der Freiheit umzugehen; selbst zu entscheiden, wie wir dieses Leben gestalten wollen.

 

 

 

Allgemein spricht man von 7 Säulen, auch seelischen Schutzfaktoren genannt, die wesentlich dazu beitragen, in diesem Leben zu wachsen und dieses Wachstum genießen zu lernen:

 

  • Optimismus -(werde dir deiner Gedanken bewusst!)

  • Akzeptanz - (Übe dich in Hingabe)

  • Lösungsorientierung - (Spüre was dir gut tut)

  • Verlasse die Opferrolle - (Löse dich von der Idee der Schuld)

  • Übernimm Verantwortung - (lerne zu entscheiden)

  • Nutze deine Netzwerke - (erkenne, du bist ein Teil des großen Ganzen)

  • Gestalte deine Zukunft! - (nutze deine Schöpferkraft)

 

 

 

Diese wundervollen Themen sind ebenso ein wichtiger Bestandteil der Yoga - Philosophie. Wir werden uns von diesen nach und nach mehr zu unserem Wesen begleiten lassen!

 

 

 

 

...Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.....

 

 

 

 

 

Resilienz & Vertrauen als Basis

 

Im Yoga schreibt man den Füßen, Knien, Hüften und dem Becken die Kraft der Erde zu. Man sagt, dies sind unsere irdischen Wurzeln, welche uns mit der Energie der Erde verbinden und mit deren Kraft & Stabilität wir unser Leben gestalten können.

 

Sozusagen unseren eigenen Weg gehen können!

 

Dafür ist es wesentlich, uns zu verankern im Körper, in unseren sozialen Gefügen, im Leben mit allen Herausforderungen - und dies auch wirklich zu wollen.

 

Es ist sozusagen das Fundament unseres Hauses. Je besser wir uns verankern können, desto höher dürfen wir bauen. Das schöne daran ist: im Gegensatz zum Fundament des Hauses, kann sich unser inneres Fundament immer wieder formen, erneuern und stabilisieren.

 

 

 

Auch in der Resilienzforschung steht das Vertrauen ins Leben an essentieller Stelle.

 

 

 

Wir können das Vertrauen in 3 Bereiche unterteilen:

 

Selbstvertrauen:

 

Traust du dir zu, dein Leben selbst verändern zu können?

 

Wie viel Vertrauen schenkst du den Empfindungen deines Körpers?

 

Traust du dir zu, deine Wünsche und Ziele in diesem Leben verwirklichen zu können?

 

Kannst du deiner Kraft vertrauen, auch wenn du dich mal überfordert fühlst?

 

 

 

Soziales Vertrauen:

 

Wie fühlst du dich, wenn du dich anderen Menschen anvertraust?

 

Kannst du dich in einer Gruppe oder in einem Team auch mal auffangen lassen?

 

Wie geht es dir, wenn du anderen Menschen deine Aufmerksamkeit schenkst?

 

Ist es für dich möglich, andere um Hilfe und Unterstützung zu bitten?

 

Gibt es Menschen, denen du voll und ganz vertraust?

 

 

 

Spirituelles Vertrauen:

 

Kannst du dir vorstellen niemals verloren zu gehen?

 

Hast du das Gefühl das sich „Fügungen“ in deinem Leben ereignet haben?

 

Spüre einmal nach, welche wirklich wichtigen Entscheidungen in deinem Leben hast du nur durch Nachdenken getroffen?

 

Kannst du dem zustimmen, dass sich in allem was in dieser Welt ist, dem Schönen ebenso wie dem Schrecklichen das Göttliche manifestiert?

 

Fühlst du dich verbunden als Teil des großen Ganzen?

 

 

 

Wenn es um das Vertrauen in uns geht, begegnen uns ziemlich schnell alte Glaubenssätze. Sätze, die sich in unserem Bewusstsein verankert haben und dort ein Eigenleben führen. Z.B. wer rastet, der rostet......sei immer schön freundlich, dann wirst du auch geliebt.....Indianer kennen keinen Schmerz...usw...

 

Bedauerlicherweise führen solche „unbewussten Denkschleifen“ dazu, dass wir permanent über unsere Grenzen gehen, bzw. diese Grenzen auch nicht wahrnehmen möchten.

 

Dadurch schneiden wir einen erheblichen Teil unserer Wahrnehmung einfach ab - den gesamten Bereich des Körperwissens. Wir verlieren sozusagen den Kontakt mit der Erde in uns, wodurch ein Vertrauen in diesen Boden immer schwerer fallen wird.

 

 

 

 

 

 

Hilfreich ist es dabei, mal zu beobachten, wie dein innerer Dialog abläuft:

 

Beobachte mal und höre dir selbst zu, wie du mit dir sprichst, dich bewertest, kritisierst oder anfeuerst.

 

Wie liebevoll ist dieser innere Dialog?

 

 

 

Nimm wahr, wie du mit dir sprichst -

 

denn du hörst dir immer zu!!!!!

 

 

 

 

 

Also beginne nun, dich selbst zu stärken, dir vertrauen zu schenken und die Kraft deiner Wurzeln anzunehmen!

 

 

 

 

 

Nichts kann den Menschen mehr stärken als Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel

 

 

 

Schenke dir, deiner Wahrnehmung, deinen Entscheidungen dein Vertrauen!!!

 

 

 

 

 

Schenke dir heute eine große Portion Optimismus!!!

 

 

Weshalb?

 

Ein Grund ist der, dass viele Studien ergeben: realistisch optimistische Menschen leben gesünder, glücklicher und länger als pessimistische Lebensvertreter! Nicht nur das, wir formen auch die Art & Weise wie wir durch dieses Leben gehen mit unseren Gedanken und haben die Wahl zwischen beschwerlichen oder heiteren Grundhaltungen.

 

 

 

Du kannst einen wunderbaren Selbstversuch starten:

 

Stelle dir den Gedanken vor: ich schaffe das nicht- fühle dich ganz und gar in diesen Gedanken ein.

 

Beobachte, wie sich deine Atmung, deine Schultern, vielleicht dein Kiefer und dein Bauchraum verändert!

 

Gehe dann in den Gedanken: ich habe für alle Aufgaben die richtige Zeit“ und beobachte dabei deine Haltung, Atmung und deinen Kiefer.

 

 

 

Im Yoga haben wir das Modell der 3 Körperhüllen.

 

 

 

  1. Der Seelenkörper

  2. Der Mentalkörper

  3. Der Physische Körper

 

 

 

Man geht davon aus, dass sich alle Leiden des Körpers und der Psyche aus dem Feinen in den Groben Bereich unseres Menschseins aufbauen. Der Körper ist sozusagen das Sprachrohr der Seele.

 

Ein schöner Spruch aus dem Talmud macht die Wirkung unserer Gedanken noch einmal deutlich:

 

 

 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

 

 

Der Japaner Masaru Emoto hat seinerzeit diese These mit dem fotografieren von Wasserkristallen untermalt. Er hat Wasser in Gefäße gefüllt, die mit dem Wort Liebe / Dankbarkeit beschriftet waren. Ebenso hat er gleiches Wasser mit dem Wort Blödmann/ Dummkopf beschriftet. Nach einigen Tagen hat er das Wasser gefroren und die Kristalle fotografiert. Es ist erstaunlich, wie sich gleiches Wasser in so unterschiedlicher Weise formiert, bzw. bei der Liebe & Dankbarkeit zeigten sich wunderschöne Kristalle, bei dem anderen konnte man teilweise überhaupt keine kristalline Struktur mehr erkennen.

 

Wasser ist ein Informationsträger. Wenn wir bedenken, das wir zu 50-80% aus Wasser bestehen ( bei älteren Menschen schrumpft der Wasserhaushalt) ist es nicht verwunderlich, das wir - und unsere Umwelt- uns mit der Art und Beschaffenheit der Gedanken beständig formen!

 

 

 

Nun beobachte mal, mit welchen Gedanken du jetzt gerade bei dir bist....

 

Wie geht es dir mit diesem Gedanken? Fühlst du dich Leicht oder Schwer?

 

Jeder Emotion geht ein (meist unbewusster) Gedanke voraus. Schaue dir diesen Gedanken an und entscheide dich, ob du diesem Gedanken weiter Glauben schenken möchtest?

 

 

 

Die Natur unseres Geistes ist, in Bewegung zu sein. Zu hüpfen, zu springen - die Buddhisten sprechen deshalb vom Frosch- oder Affengeist. Zudem lassen wir Gedanken meist in Schleifen Revue passieren. Das heißt, es gibt sicher einen Gedanken, der dich schon mindestens 4 Wochen begleitet. Meist sind es Jahre, sogar Jahrzehnte. Die Entscheidung, ob du einen Gedanken zu deinem machst, ihn sozusagen „kaufst“ triffst dabei nur du selbst!!!!

 

 

 

 

 

Katie Byron (the Work) hat eine wundervolle Arbeit zum Hinterfragen unserer Gedanken entwickelt. Ein kleiner Auszug für dich, bitte schreibe deine Antworten auf einen Zettel auf.

 

 

 

Wer oder was denkst du ( nimm ruhig einen stressbeladenen Gedanken)?

 

 

 

Wo fühlst du diesen Gedanken in deinem Körper?

 

 

 

Was macht er mit dir?

 

 

 

Kannst du zu 100% sagen, dass dieser Gedanken absolut richtig ist? (99% ist nicht richtig!!!)

 

 

 

Wer oder was wärst du ohne diesem Gedanken?

 

 

 

..nimm diesen Moment ganz bewusst wahr - „wer oder was bin ich ohne diesem Gedanken?“

 

 

 

Und so lade dich selbst ein, mit dir in einer positiven Art und Weise zu kommunizieren!!!

 

Einige Ideen für eine positive Kommunikation:

 

 

 

  • ich mache aus jeder Erfahrung eine Chance

  • Ich liebe und achte mich

  • Ich entfalte meine Kreativität

  • Ich lasse meine Erwartungen los

  • Mein Zuhause ist ein friedvoller Ort

  • Mein Leben ist ein Spiegel, ich lerne mich immer besser kennen!

  • Das Leben unterstützt mich

  • Alles was ich anfasse, wird ein Erfolg

  • Ich bin bereit, mich zu verändern.........

 

 

 

 

 

Spüre mal, welcher Satz dich jetzt ganz speziell anspricht und wiederhole ihn heute immer wieder- wie ein kleines Mantra. Fühle die Energie dieses Satzes und lasse ihn ganz in dir ankommen!

 

 

 

Auch wenn uns das Leben im außen manchmal Steine in den Weg legt. Menschen uns begegnen, die schwierig sind und wir diese Menschen nicht ändern können, liegt es doch an uns selbst, unsere Haltung zu überdenken. Realistisch zu sein, die Probleme zu betrachten und Veränderung einzuladen.

 

Nutze die Kraft deiner realistisch optimistischen Gedanken, und schenke dir Energie für deine Vorhaben, Träume und Wünsche!!!

 

 

 

 

Akzeptanz - übe dich in Hingabe & Geduld

 

 

Alles, was wir wirklich akzeptieren,
unterliegt dem Wandel.

 

Katherine Mansfield

 

 

 

Wie geht es dir, wenn dir Gegebenheiten, die Haltung deiner Mitmenschen oder Bürokratische Strukturen im außen begegnen, die nicht mit deiner Vorstellung vom Leben übereinstimmen?

 

 

 

Welche Verhaltensweise kannst du bei dir dabei beobachten?

 

 

 

.wir alle pflegen verschiedene „Muster“. Manchmal ist es ein Ablenken von der Situation in dem man müde wird, sich nicht mehr konzentrieren möchte und sich leicht ablenken lässt. Manchmal bekommt man Hunger oder muss erst mal zur Toilette, manchmal begingt man so auszuklinken, indem man einfach über einen anderen Menschen spricht, belanglos wird.

 

 

 

Spüre mal in dich hinein, welche Art der Widerstände du bei dir entdeckst. Welches ist deine Art & Weise, dich unangenehmen Situationen zu entziehen?

 

 

 

Durch unsere Muster lenken wir in erster Linie von uns selbst ab. Denn die Aspekte, die uns im Außen begegnen und stören, haben meist etwas mit unseren inneren blinden Flecken zu tun.

 

Sie werden uns wie ein Spiegel vor die Nase gesetzt. Nicht um uns zu verärgern, sondern um uns wachzurütteln. Erst wenn wir unsere eigenen blinden Flecken anschauen und sie integrieren entsteht Heilung in uns.

 

 

 

Im Yoga gibt es auch Momente, in denen uns Widerstände auf der Matte begegnen. Einige Asanas

 

liebst du, auch weil sie dir gut gelingen und du dich wohl dabei fühlst. Andere Asanas meidest du oder erschwerst dein Üben indem du dich auf die Schwierigkeiten fokussierst. Doch gerade diese Asanas sind es, die dich weiter bringen, dir helfen deine eigenen Grenzen zu überwinden.

 

 

 

Wie können wir lernen mit diesen Widerständen – innere oder äußere – Frieden zu schließen?

 

Solange wir mit uns selbst im Unfrieden leben, benötigen wir viel Energie um den Unfrieden, oder die Widerstände „wegzudrücken“. Diese Kraft fehlt uns im Alltag, fehlt uns für unser Wohlbefinden und lädt dadurch Schwere und Unzufriedenheit in unser Leben ein.

 

Eine wunderbare Möglichkeit ist, still zu werden und den inneren Beobachter zu aktivieren.

 

 

 

Die folgende Technik ist eine alte buddhistische Meditationsform, die sehr effektiv und zudem mit ein bisschen Übung kaum Zeit benötigt. Was sie jedoch essentiell ist, ist deine absolute Ehrlichkeit!

 

 

 

Du ziehst dich innerlich aus den belasteten Situationen zurück, spürst deinen Körper, deinen Atem und gibst dir die Zeit, die du benötigst um mit dir wieder in Kontakt zu sein. Werde still mit dir und beobachtest deine momentane Situation und zwar so, als würdest du in einem Kinosaal sitzen. Schaue deinen Gedanken zu. Wie sie kommen und gehen. Lade auch die anstrengenden und problembeladenen Gedanken ein und beobachte sie. Schau genau hin, lasse deinen Atem weiter fließen und stell dir vor, all deine Gedanken befinden sich auf einer Bühne. Atme weiter und betrachte den Gedanken, der dir jetzt gerade ein Problem macht. Du kannst ihm mit deiner Vorstellungskraft eine Form/ Körperbild geben und lade ihn ein, sich dir zu zeigen. Stell dir vor ihr beide steht euch gegenüber. Betrachte ihn genau. Lade ihn nun ein, dich dir mitzuteilen - du selbst bleibst Zuhörer. Gehe keinen Dialog ein. Höre einfach nur, was er dir zu sagen hat. Nimm es wahr, höre zu. Anschließend gestehe dir deine eigene Ohnmacht ein. Gestehe dir ein, es momentan nicht Verändern zu können. Gestehe dir deine eigene Unfähigkeit ein und beobachte was in deinem Körper geschieht.

 

Lass alle Empfindungen da sein. Bedanke dich bei dem Gedanken, oder dem Wesen, verabschiede dich und kehre mit deiner Aufmerksamkeit wieder zu deinem Atem zurück.

 

Beobachte was sich in dir verändert und genieße die Leichtigkeit, die sich zeigt.

 

 

 

Ein wesentlicher Aspekt der Akzeptanz ist die Geduld. Lerne geduldig mit dir, deinen Fehlern und Schwächen umzugehen. Dann ist es dir auch möglich, geduldig mit deinem Umfeld zu sein und die Vielfalt in dieser Welt akzeptieren zu lernen.

 

 

 

Akzeptanz bedeutet nicht, alles hinzunehmen!

 

Wohl jedoch unterscheiden zu können, was du wirklich verändern kannst.

 

 

 

Glückliche Menschen haben die Gelassenheit,
die Dinge zu akzeptieren, die sie nicht ändern können;
den Mut, die Dinge zu ändern, die sie ändern können
und die Weisheit, beides voneinander zu unterscheiden

 

 

 

Finde neue Lösungsmöglichkeiten und spüre, was dir wirklich gut tut!

 

Zitat von Robert Betz:

 

Jedes Problem ist eine Tür in Richtung Freiheit. Wenn du ein sogenanntes Problem hast, nenne es nicht weiter ein ‚Problem‘. Erkenne es an als ein sinnvolles ‚Thema‘ oder eine ‚Aufgabe‘ oder eine ‚Gelegenheit zu wachsen‘, die sich dir jetzt bietet. Solange du sagst: ‚Ich habe ein Problem‘, kommst du der Lösung nicht näher und es wird meist ‚problematischer‘.

 

 

 

Welche Strategie verfolgst du, wenn dir eine herausfordernde Aufgabe (sozusagen ein Problem) begegnet?

 

Gehe mit deinen Sinnen nach innen und betrachte dich dabei, wie du in der Vergangenheit in solchen Momenten mit dir umgegangen bist. Welche Verbindungen hast du genutzt und wie ist deine Herangehensweise? Tut sie dir gut?

 

 

 

Unser Gehirn kann nur aus vergangenen Erfahrungen reproduzieren. So lassen wir oft in schwierigen Situationen Plan B meist außer Betracht und bleiben unserem gewohnten Schema treu. Dann wundern wir uns meist, weshalb uns immer wieder dieselben Dinge in unser Leben begegnen.

 

 

 

In der Yoga- Philosophie ist der elefantenköpfige Ganesha die Energie, die uns hilft Hindernisse zu beseitigen. Spirituelle Richtungen singen dann das Ganesha Mantra und bitten somit die Götter um Hilfe. Wie diese Hilfe dann ganz praktisch aussieht, überlassen sie dem göttlichen Plan. Sie geben sich ganz ins Vertrauen, dass wir immer gut geführt und von einem wohlwollenden Universum getragen werden.

 

 

 

Ganz soweit müssen wir nicht gehen - obwohl ich auch schon sehr positive Erfahrungen mit Ganesha gemacht habe...

 

 

 

Vertrauen & Meditation ist eine sehr hilfreiche Basis. Yoga schenkt uns aber auch ganz praktische Möglichkeiten, wie z.B. in der stehenden Vorwärtsbeuge. Sie ist eine Einladung unseren Geist von zu vielen Gedanken zu klären und die Welt (mit ihren Aufgaben) aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten. Denn manchmal sind die Dinge anders als sie auf den ersten Blick erscheinen.

 

 

 

Zusätzlich kannst du dir auch eine Liste erstellen. Schreibe Aspekte auf die Liste, die dir Kraft rauben und gegenüber schreibst du die Dinge, die dir Kraft geben, dich glücklich machen. Erstelle einen 3 Jahresplan und werde dir bewusst, wo und vor allem wie du dich in 3 Jahren sehen möchtest. Verstärke mit deiner Aufmerksamkeit dein inneres Wachstum und sehe dich bereits, wie du diese Aufgabe glücklich gelöst hast!